Historische Mühle von Sanssouci

Der fünfte Boden ist der Mahl- bzw. Steinboden.

Auf ihm befinden sich die Mühlsteine, die das Mahlgut in unterschiedlichen Arbeitsstufen zerkleinern. Umgeben von einem eckigen Gehäuse, der Bütte, befinden sich der Boden- und der Läuferstein. Sie sind horizontal übereinander angeordnet, liegen jedoch nicht aufeinander. Die Steine haben einen Durchmesser von 1,35 m und bestehen aus quarzitisch gebundenem Sandstein. Er ist durch seinen hohen Quarzanteil sehr hart. Der untere Stein ist feststehend und der obere wird über Klüver/Obereisen vom Stirnrad aus angetrieben. Er dreht sich im Betrieb bis zu 120 mal in der Minute.

Das Stirnrad ist ein großes horizontales Rad aus Eichenholz mit 108 Weiß-buchenholzzähnen, den Kämmen. Es ist auf der Königswelle verkeilt. Von ihm aus wird die Kraft nicht nur zum Läufertstein übertragen, sondern über ein Vorgelege zur Transmission auf den Sichterboden. Das Stirnrad dient aber auch zum Antrieb des Sackaufzugs über einen Reibradtrieb.

Auf dem Mahlboden befindet sich der obere Teil der stehenden Mischmaschine mit dem Antrieb der Mischschnecke.

Zur Herstellung von Getreideflocken gibt es einen Quetschstuhl.

Neben dem Treppenaufgang zum Kappboden steht der Steinkran. Er dient zum Anheben von Mühlsteinen. Seine eiserne Zange greift in die Steinlöcher eines künstlich hergestellten Mühlsteins, der auf Grund von tiefen Rissen nur noch als Ausstellungsstück dient. Um den Steinkran benutzen zu können, muss er jedoch zum Schrot- und Mahlgang umgesetzt werden.

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