Historische Mühle von Sanssouci

In der Historischen Mühle werden die drei Getreidearten Bio-Roggen, Bio-Weizen und Bio-Dinkel verarbeitet. Der Mühlenbetrieb ist seit 2011 biozertifiziert und wird regelmäßig durch die Lebensmittelaufsicht kontrolliert. Alle Maschinen werden mittels Windkraft angetrieben.

Kontrollstelle: ABCERT AG, Esslingen

Nummer der Kontrollstelle: DE-ÖKO-006

Kontrollnummer: DE-BB-006-19334-B

Aus den Getreidearten entstehen ganz unterschiedliche Endprodukte. Kunden-wünsche sind hierbei ausschlaggebend. Zu den Mahlprodukten gehören z.B. Bio-Mehle mit unterschiedlicher Griffigkeit, Grieß aus Bio-Weizen oder Bio-Dinkel, Backschrot und Kleie.

Der Verarbeitungsprozess

Getreideannahme

Das Bio-Getreide wird lebensmittelfähig gereinigt und als Bio-Ware zertifiziert in Papiersäcken zur Mühle geliefert. Vor dem Transport in die Mühle erfolgt eine Überprüfung der Qualität des Getreides und der vorgeschriebenen Kennzeichnung entsprechend der Lebensmittel- und Bioverordnung. Anschließend werden die Säcke mittels einer Aufzugswinde außerhald der Mühle bis auf die Galerie gezogen, in das Mühleninnere umgesetzt und über den Treppenaufgang weiter auf den Mahlboden befördert. Die Lagerung der Rohware erfolgt dort, wo es später zur Zerkleinerung aufgegeben wird. Der Wareneingang wird im Mahlpostbuch eingetragen und Rückstellproben genommen.

Vermahlung

Die Zerkleinerungsarbeit unterteilt sich in Schroten und Mahlen. Beim Schroten werden entweder ganze Getreidekörner oder grobe Kornstücke zerkleinert, beim Mahlen kleine Mehlstückchen (Grieß) aufgelöst. Das Zerkleinern erfolgt zwischen dem Boden- und dem Läuferstein, die von einem Gehäuse, der Bütte umgeben sind. Der untere der beiden Steine ist fest und waagerecht eingerichtet. Darüber dreht sich mit einem variabel einstellbaren Abstand der obere ca. 120 Mal in der Minute. Die Steine besitzen eine Schärfe, zu der regelmäßig angeordnete Furchen und eine Oberflächenrauhigkeit gehören. Das Mahlgut wird über Trichter und Rüttelschuh zu den Steinen befördert. Der Rüttelschuh wird hierbei von den Ecken des Obereisens in Bewegung gesetzt - es klappert - und befördert so das Mahlgut gleichmäßig zu den Steinen. Durch das Steinauge des Läufers gelangt es zwischen die Mahlflächen. Dort wird es zerkleinert. Die hohe Drehzahl sorgt gleichzeitig für eine Beförderung nach Außen in Richtung Bütte. Am äußeren Rand des Läufersteins ist ein Ausräumer befestigt, der das Mahlprodukt zu einer Öffnung am unteren Büttenrand befördert. Von dort aus gelangt es durch ein Holzrohr direkt zum Sichter auf den Sichterboden.

Sichten

Der Zerkleinerung schließt sich der Siebvorgang an. In einem zweistufigen Sichter wird das Mahlprodukt der Größe nach sortiert. In den übereinander angeordneten Siebabteilen arbeitet jeweils ein Schlägerwerk gegen eine Siebfläche. Das obere Abteil besitzt ein grobmaschiges Siebpaar, durch das ein Gemisch aus Mehl und Grieß fällt. Dieses wird automatisch in das untere Abteil geleitet wird. Es besitzt ein feinmaschiges Siebpaar, durch das das feine Mehl fällt. Es wird von einer Mehl-sammelschnecke zu einem Sackstutzen befördert. Die in den Abteilen ver-bleibenen groben Bestandteile werden von den Schlägerwerken automatisch zu separaten Sackstutzen befördert und in Säcken aufgefangen. Nach der Zerklei-nerung der Getreidekörner (1. Schrot) und dem anschließenden Siebvorgang fallen so (Schrot-)Mehl, Schrot und Grieß an. Die Mahlprodukte werden für eine weitere Verarbeitung mittels eines windangetriebenen Sackaufzugs auf den Mahlboden befördert.

Mischen und Absacken

Die ausgesiebten Mehle werden kontinuierlich über eine Luke auf dem Mahlboden in den Behälter der stehenden Mischmaschine gegeben. Sie werden nach dem Ende des Mahlprozesses von einer konisch geformten, senkrecht angeordneten Mischschnecke gemischt. Nach dem Mischen kann das Mehl auf dem Mehlboden am Auslauftrichter abgesackt werden. Die Säcke werden gewogen, fest zugebunden und etikettiert. Zum Schluss erfolgt die Eintragung in das Mahlpostbuch.

Nach dem eine Mahlpost fertig gestellt ist werden alle Maschinen gründlich gereinigt, um einen Schädlingsbefall und eine Vermischung mit einer anderen Getreideart zu vermeiden.

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