Die heutige mahlfähige technische Ausstattung der Holländerwindmühle von Sanssouci entwickelte sich seit 2001. Zum Teil stammen die eingebauten Maschinen aus anderen alten Mühlen, einige entstanden nach alten Vorlagen und örtlichen Anforderungen neu.

Das Dach der Holländerwindmühle (die Kappe) ist drehbar auf einem Rollenkranz gelagert, um das Flügelkreuz zu drehen. Von der Galerie aus werden die Flügel nach dem Wind ausgerichtet. Der Wind muss immer frontal auf die Flügel drücken, denn nur so können diese effektiv angetrieben werden. Auf dem fünften Boden, Mahl- bzw. Steinboden genannt, befinden sich die Mühlsteine, die das Mahlgut zerkleinern. Eine Etage tiefer, auf dem Sichter- bzw. Mehlboden, befindet sich der Sichter, eine Siebanlage. Hier wird das fertige Mehl abgefüllt und gelagert.

Die Arbeitsdrehzahl beträgt 15 Umdrehungen in der Minute. In der Müllersprache wird dies auch mit 60 Enden bezeichnet - von einem festen Punkt aus betrachtet gibt es in einer Minute 60 Flügeldurchgänge. Die Umfangsgeschwindigkeit an den Flügelspitzen beträgt 67,8 km/h. Entsprechend der Bauweise drehen sich die Flügel, wie bei den meisten Windmühlen, entgegen dem Uhrzeigersinn.

Mit der Mühle kann ab Windstärke 3 bis max. 8 gearbeitet werden. Je nach Windstärke und Kraftbedarf ist es möglich, die Windangriffsfläche zu verändern. Die Segeltücher können z.B. teilweise oder gänzlich zusammengerollt werden. 

Getreideverarbeitung

In der Historischen Mühle werden die drei Getreidearten Bio-Roggen, Bio-Weizen und Bio-Dinkel verarbeitet. Der Mühlenbetrieb ist seit 2011 biozertifiziert und wird regelmäßig durch die Lebensmittelaufsicht kontrolliert. Alle Maschinen werden mittels Windkraft angetrieben.

Kontrollstelle: ABCERT AG, Esslingen
Nummer der Kontrollstelle: DE-ÖKO-006
Kontrollnummer: DE-BB-006-19334-B